Familienbericht · Christina Schöllhorn

So essen wir als Familie — ein ehrlicher Einblick in unseren Alltag

Christina Schöllhorn

Christina Schöllhorn

Mitgründerin croomel · Mutter von Anton (5) und Franz (2)

Familie am Tisch

Wenn Eltern mit mir sprechen, höre ich oft dieselbe Frage: „Wie schafft ihr das eigentlich im Alltag?" Die kurze Antwort: mit Routinen, Prioritäten, vielen einfachen Gerichten — und einer großen Portion Flexibilität. Die längere Antwort kommt hier.

Dieser Familienbericht soll keinen Maßstab setzen und auch keine Anleitung sein, die für jede Familie passt. Jede Familie hat ihren eigenen Rhythmus, eigene Bedürfnisse, eigene Herausforderungen und Wünsche. Genau deshalb finde ich echte Einblicke so wertvoll.

„Bei uns entscheiden die Erwachsenen, was, wann und wo gegessen wird. Die Kinder entscheiden, ob und wie viel sie essen."

Unsere aktuelle Familiensituation

Unser Großer, Anton, ist fünf Jahre alt und nimmt sein Essen selbst mit. Unser Kleiner, Franz, ist bald zwei Jahre alt und geht zur Tagesmutter. Dort wird zweimal täglich frisch gekocht, viel Gemüse verarbeitet, gemeinsam angebaut, geerntet und gekocht — sogar fermentiert wird dort mit den Kindern. Darüber freue ich mich riesig.

Ich selbst achte aktuell besonders auf proteinreiche Mahlzeiten, weil ich Muskeln aufbauen möchte. Mein Mann ist sehr stoffwechsel-flexibel unterwegs, frühstückt meistens gar nicht und liebt inzwischen ebenfalls fermentiertes Gemüse.

„Stellst du jetzt wieder vergammelte Lebensmittel auf den Tisch?" 😄

— Mein Mann, früher. Heute mit Heißhunger auf Kimchi.

Eine Sache ist bei uns gesetzt: Mindestens eine gemeinsame Mahlzeit am Tag. Das ist für mich Familienzeit. Da sitzen wir zusammen, erzählen, diskutieren, lachen, und manchmal verhandeln wir auch ein bisschen über Auberginen-Stücke oder die Menge an Soße auf den Nudeln.

Frühstück bei uns

Morgens geht es meistens schnell. Anton und ich frühstücken oft gemeinsam Gemüse mit Vollkornbrot. Paprika, Radieschen, Rote Bete, eingelegte Artischocken — was es gerade gibt — dazu gutes Olivenöl. Beim Brot wechsle ich viel ab: Roggen, Dinkel, Emmer, Einkorn, Hafer.

Frühstück mit Anton und Franz
Frühstück mit Anton — meist ist auch Franz dabei

An den Wochenenden mache ich oft ein warmes Haferflocken-Porridge mit Zimt-Tofu oder verschiedene Schnitten. Das macht mir richtig Spaß — und wenn die Kinder mithelfen, werden sie noch bunter. Gegessen werden sie sowieso gern.

Porridge & Schnitten sind immer beliebt

Porridge mit Tofu und Himbeeren
Porridge mit Tofu & Himbeeren
Porridge
Auch Nüsse kommen gerne rein
Beerenliebe
Im Sommer lieben alle Beeren
Schnitten
Schnitten
Schnitten
Schnitten
Nochmal Schnitten
Nochmal Schnitten

Neulich wollte der Große dem Kleinen unbedingt ein Brot machen. Was dabei herauskam: eine Hälfte mit Senf bestrichen, die andere mit Nussmus. Und der Kleine hat sich total gefreut 🙂

Brot für Franz
Ein Brot von Anton für Franz

„Eine Hälfte mit Senf, die andere mit Nussmus. Und der Kleine hat sich total gefreut." — Manchmal ist das Miteinander das Schönste am Essen.

Zusammen kochen & genießen

Olivenöl in die Pfanne
Olivenöl in die Pfanne
Schnitten bestreicheln
Schnitten „bestreicheln"
Gemeinsam genießen
Gemeinsam genießen

Unsere Mittags- und Abendroutinen

Dienstags und donnerstags mittags essen wir alle gemeinsam zuhause. Dann koche ich große Portionen: Nudeln mit Lauch-Frischkäsesoße, Tomatensoßen mit verschiedenen Zwiebeln, selbstgemachtes Pesto alla Genovese. Nudeln funktionieren bei uns an diesen Tagen einfach richtig gut.

Und dienstags und donnerstags abends gibt es bei uns fast immer Suppe. Dienstags bereite ich eine größere Menge vor, die Hälfte friere ich direkt ein und hole am Donnerstag eine andere wieder heraus. So haben wir jede Woche zwei verschiedene Suppen. Diese Routine entspannt unseren Alltag sehr.

„Für mich bedeutet gute Planung Freiheit. Dadurch entsteht Raum für spontane Nachmittage, Ausflüge oder einfach ruhige gemeinsame Zeit."

Unsere Suppenküche

Kohlrabi-Suppe
Kohlrabi-Suppe mit fermentiertem Rotkraut
Topinambur-Suppe
Topinambur-Suppe mit Kimchi
Rote Linsen Suppe
Rote-Linsen-Suppe
Kürbis-Wirsing-Eintopf
Kürbis-Wirsing-Eintopf
Suppe mit Rote Bete
Ich weiß nicht mehr, was das war — mit Rote Bete 😄

Was bei uns oft auf den Tisch kommt

Unsere Gerichte wiederholen sich regelmäßig. Genau das macht den Alltag für mich leicht. Ich habe in den letzten Jahren immer wieder geschaut, welche Gerichte in verschiedenen Kulturen gut funktionieren. Die Grundlage bildet fast immer Gemüse, Hülsenfrüchte spielen eine große Rolle.

Schnell & alltäglich

Gemüsesuppen · Rührei mit Lauch · Ofengemüse · Pasta · Kaiserschmarrn · Nudelauflauf · Soba-Nudeln · Pilzgulasch · Farinata

Italienisch

Linsenbolognese · Ribollita · Minestrone · Pesto alla Genovese · Risotto · Spinatlasagne · Arrabbiata · Caponata · Farinata

Orientalisch & Sommer

Dhal · Shakshuka · Baba Ganoush · Kisir · Gigantes · Griechischer Salat · Tzatziki · Zucchini-Fritters

Nudelauflauf
Nudelauflauf
Spaghetti mit Lauch & Frischkäse
Spaghetti mit Lauch & Frischkäse
Farinata
Farinata
Caponata mit Lupinen
Caponata mit Lupinen
Kürbissuppe mit Grünkohlchips
Kürbissuppe mit Grünkohlchips
Ein bisschen von allem
Ein bisschen von allem
Shakshuka
Shakshuka
Sobanudeln
"Schwarze Nudeln" (Soba) mit Mangold
Linsenbolognese
Linsenbolognese
Pasta al Pesto wie in Ligurien
Pasta al Pesto wie in Ligurien
Griechischer Salat aufgepeppt
Griechischer Salat aufgepeppt
Tomate-Mozzi aufgepeppt
Tomate-Mozzi aufgepeppt

Fermente gehören bei uns ganz selbstverständlich dazu

Im Kühlschrank stehen fast immer: Kimchi, Sauerkraut, fermentierte Karottensticks, Rote Bete, Gurken, Rotkraut oder Tomaten. Ich bereite vieles zwischendurch vor, oft während die Kinder spielen oder etwas im Ofen ist.

Bunte Karotten
Bunte Karotten
Tomaten – Geschmacksexplosion
Tomaten – Geschmacksexplosion 🙂
So wird's gemacht
So wird's gemacht
So sieht's dann aus
So sieht's dann aus
Immer was da
Immer was da
Kimchi ist besonders beliebt
Kimchi ist besonders beliebt
Fermente
Am liebsten selber holen
Auch die Brezel lässt sich aufpeppen
Auch die Brezel lässt sich aufpeppen 😉

„Manchmal beobachte ich regelrechten Heißhunger auf fermentiertes Gemüse. Ich bin überzeugt, dass der Körper sehr gut weiß, was ihm guttut."

Zwischenmahlzeiten

Mit fermentierter Curry-Kohlrabi
Mit fermentierter Curry-Kohlrabi
Unser Kleiner liebt Rosenkohl
Unser Kleiner liebt Rosenkohl
Gemeinsam genießen
Gemeinsam genießen

Was ich mir für die Zukunft wünsche

Mit etwas mehr Muße würde ich gerne öfter Sauerteigbrot backen oder Knochenbrühe selbst machen. Und kulinarisch möchte ich noch mehr kulturelle Vielfalt in unseren Alltag bringen: auch mal Fattoush, Tabbouleh oder Menemen ausprobieren. Und irgendwann alle indischen Soßen so hinbekommen wie unser Lieblingsinder.

Erstes Sauerteigbrot
Mein erstes Sauerteigbrot – dank Starter und Expertise meiner besten Freundin

„Gleichzeitig mag ich unseren Alltag genau so, wie er gerade ist: lebendig, flexibel, abwechslungsreich."

Essen spielt bei uns eine große Rolle. Und gleichzeitig gehören viele andere Dinge genauso dazu: guter Schlaf, Bewegung, frische Luft, Sport, gemeinsames Spielen, Zeit mit Freunden und Familie. Für mich entsteht Gesundheit aus vielen kleinen Gewohnheiten, die sich ganz natürlich in den Alltag einbinden lassen.

Ich glaube, Familien brauchen heute weniger starre Regeln und mehr alltagstaugliche Lösungen. Mehr Ideen, die wirklich zum eigenen Leben passen. Genau darum geht es bei croomel. Ich hoffe, wir lernen uns bald kennen 🙂

Genau darum geht es bei croomel — schauen, was bei euch bereits gut läuft, und kleine Anpassungen finden, die wirklich helfen.

Mehr über mich und die croomel Geschichte →